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Die ArtCologne ist die älteste und zugleich eine der bedeutendsten Kunstmessen der Welt.  Die weltweit führenden Galerien kommen jedes Frühjahr nach Köln, um hier fachkundigen Besuchern und Interessierten die wichtigsten Werke zeitgenössische Kunst zu präsentieren. Seit 2008 wird die Messe vom US-Schweizer Daniel Hug verantwortet, den wir für unsere vierte Folge im Hochhaus der Kölnmesse zum Interview getroffen haben.   

Daniel Hug wuchs in Zürich auf und kam schon früh mit der Kunst in Berührung. Denn schon sein Großvater, der ungarische Maler, Fotograf, Typograf und Bildhauer László Moholy-Nagy hatte am Bauhaus gelehrt und später in Chicago das New Bauhaus und die School of Design gegründet.

Dorthin verschlug es schließlich auch Daniel Hug. Nachdem er mit seiner Mutter und seinem Bruder von Zürich in die USA gezogen war und die High-School in Ann Arbor beendet hatte, studierte er Malerei, Fotografie und Kunstgeschichte am School of the Art Institute of Chicago.

Von Chicago über L.A. nach Köln

Nachdem er zunächst selbst Künstler werden wollte, gründete er, zunächst noch mit dem Gedanken, seine eigenen Werke besser veräußern zu können, schließlich seine eigene Kunstgalerie — die RX Gallery. Aus dem Stand wurde er zur damals wichtigsten amerikanischen Kunstmesse, der Art Chicago zugelassen und nahm auch in den Folgejahren eine wichtige Rolle bei der Planung der Messe ein.

In den frühen 2000ern zog es ihn schließlich nach Los Angeles, wo er sich mit seiner Galerie in Chinatown niederließ und neben amerikanischen Künstlern auch internationale Kunstschaffende vertrat. Fortan beschickte er die wichtigsten Kunstmessen und war zudem auch beratend für die Art Los Angeles tätig. So konnte er ein Netzwerk zu zahlreichen internationalen Galeristen, Kunstsammlern und Museen aufbauen.

Dieses half ihm auch, nachdem er bereits 2007 als Juror des Open Space bei der ArtCologne tätig gewesen war, in den Kreis der Anwärter für die Nachfolge des scheidenden ArtCologne Direktors Gérard Goodrow aufzusteigen.

Wie er genau zum Direktor der wichtigsten Kunstmesse wurde, wie sich die amerikanische Kunstszene von der deutschen unterscheidet und natürlich warum L.A. nun am Arsch der Welt liegt, erfahrt ihr in unserer neusten Folge.

© Photo credit: Kölnmesse / ArtCologne